Wenn das Gleichgewicht kippt – 
Work-Family Conflict und psychische Gesundheit bei Frauen in Führung 08.25

Frauen in Leitungspositionen stehen oftmals vor der Herausforderung, Beruf und Familie miteinander zu vereinbaren. Präsenzpflichten, ständige Erreichbarkeit und gesellschaftliche Erwartungshaltungen belasten sie besonders. Wenn diese Belastung chronisch wird, drohen Burnout, Erschöpfung und allgemeine psychische Beeinträchtigungen.

Laut der „Women @ Work Studie 2024“ übernehmen Frauen wieder vermehrt Kinderbetreuung sowie häusliche Pflege, während viele Arbeitgeber zurück zur Präsenzpflicht gehen. Diese Doppelbelastung führt zu spürbarem Stress und Unzufriedenheit. (Quelle: Deloitte Italia).

In derselben Studie berichten 49 % der befragten Frauen in Deutschland eine Zunahme ihres Stresslevels im Vergleich zum Vorjahr, 42 % fühlen sich ausgebrannt. (Quelle: Deloitte Italia)

Fehlende Abschaltzeiten und permanenter Multitasking-Druck führen zu Schlafmangel, erhöhter psychischer Belastung und mangelnder Regeneration.

Der ständige Wechsel zwischen beruflichen Anforderungen und familiären Pflichten erzeugt innere Konflikte: Was hat Vorrang? Wann bin ich für meine Familie da – wann muss ich mich beruflich beweisen? Und wann bleibt eigentlich Zeit für mich selbst?

 

Lösungsansätze sollten gesundheitsorientiert ausgerichtet sein:

 

  • Erwartungen klären: nicht vermeintliche Erwartungen erfüllen, sondern für Klarheit sorgen.
  • Klare Grenzen: Arbeitszeiten, Aufgaben, Erreichbarkeit definieren und kommunizieren.
  • Flexible Arbeitsmodelle, die wirklich Flexibilität bieten und umsetzbar sind: z.B. hybride Arbeit, Führung in Teilzeit, Jobsharing auch als Führungstandem.
  • Unterstützung durch den Arbeitgeber: betriebliche Angebote wie Coaching, Mentoring, Kinderbetreuungs-Support, Gesundheitsprogramme anfragen.
  • Resilienz-Training und Ressourcenarbeit: z.B. Psychohygiene, Stressmanagement, Selbstfürsorge.

Frauen in Führung können nicht dauerhaft funktionieren wie ein perfektes Jonglierball-System. Um langfristig leistungsfähig, zufrieden und gesund zu bleiben, brauchen sie Strukturen und Haltungen, die gleichwohl Menschsein und Leistung verbinden.

 

 

„Gesundheit beginnt dort, wo wir Nein sagen lernen – zu Überforderung und falschen Erwartungen.“

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden der Übersetzungen

Wir nutzen einen Drittanbieter-Service, um den Inhalt der Website zu übersetzen, der möglicherweise Daten über Ihre Aktivitäten sammelt. Bitte überprüfen Sie die Details in der Datenschutzerklärung und akzeptieren Sie den Dienst, um die Übersetzungen zu sehen.